„Markus Schleinzers Film beruht auf einem wahren Kriminalfall, mit dem er allerdings relativ frei umgeht. Für das Drehbuch hat er sich zusammen mit Alexander Brom mit den Schicksalen hunderter Frauen beschäftigt, die über drei Jahrhunderte dafür bestraft wurden, dass sie unter falscher Geschlechtsidentität mehr Freiheit beanspruchten.[…] Roses Schicksal erzählt Schleinzer als Geschichte einer Selbstermächtigung: nüchtern, aber immer wieder mit lakonischem Witz, der vor allem durch den Kontrast der salbungsvollen Formulierungen der Off-Erzählerin mit den gezeigten Bildern entsteht.“ (SWR)
Die wahrhaftige Beschreibung einer Land- und Leutebetrügerin, die, obwohl als eine Weibs-Person geboren dem zum Trotz unter falschem Nam als Manns-Bild sich betragen, und viel üble Schandtat hat getrieben.
In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf. Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde. Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz werden aber durch sein Geheimnis erschwert: Unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen. Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor der Unmöglichkeit einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschrecken. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich.
Für ihre Darstellung wurde Sandra Hüller bei der 76. Berlinale mit dem Silbernen Bären für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle ausgezeichnet.
Regie
Markus Schleinzer
Mitwirkende
Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Augustino Renken