DAS VATERSPIEL
Österreich/Deutschland/Frankreich 2009, 117 Min.
Regie: Michael Glawogger. Mit: Helmut Köpping, Sabine Timoteo, u. a.
empfohlen ab 16 Jahren
Eintrittspreis: 5,– €
Ratz, seit Jahren damit beschäftigt, ein Computerspiel zu programmieren, in dem er seinen Vater ermorden kann, erhält eines Tages einen Anruf aus New York: Seine ehemalige Studienkollegin Mimi bittet ihn, im beim Umbau des Hauses ihrer Tante zu helfen.
DAS VATERSPIEL erzählt drei Familiengeschichten, die über Raum und Zeit hinweg schicksalhaft verbunden sind. Der 1999 erschienene Roman von Josef Haslinger rührt an einer Fülle komplexer Fragen über die Abgründe vertrackter Familienbeziehungen, über die Verarbeitung des Nationalsozialismus, über Gewalt in Computerspielen. Mit seiner besonderen Sensibilität für multiple Erzähllinien hat Michael Glawogger das Buch zehn Jahre nach seiner Entstehung feinfühlig und vielstimmig verfilmt.
"Michael Glawogger entspinnt eine mehrdimensionale genreübergreifende Geschichte, die niemals an ihrer enormen Komplexität scheitert. Gerade die vermeintlichen Seitenpfade bieten immer wieder in sich geschlossene, perfekt abgestimmte Passagen. Glawogger beherrscht sein mehrstimmiges Arrangement deshalb so virtuos, weil er einen Blick für Details bewahrt, egal an welchem Ort und auf welcher Zeitebene sich seine Geschichte gerade befindet. Sei es Kostüm, Design oder Architektur – alles ist unaufdringlich stimmig und kann zum Teil dennoch in einzelnen Bereichen als dezent satirische Überzeichnung verstanden werden, etwa im Falle der ministerialen Villa." (critic.de)
Termine nach Vereinbarung. Mindestbeitrag pro Vorstellung: 150,– €!
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