Krieg und Kolonialismus:
LUMUMBA
Frankreich/Belgien/Deutschland 2000
112 Min., Farbe
Regie: Raoul Peck. Mit: Eriq Ebouaney, Elex Descas, Théophile Moussa Sowie, u. a.
französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
empfohlen ab 16 Jahren
Eintrittspreis: 5,– €
An der Berliner Konferenz von 1885 teilte Europa den afrikanischen Kontinent unter sich auf. Der Kongo wurde zum persönlichen Eigentum des Königs Leopold II. von Belgien. Am 30. Juni 1960 wurde ein junger Nationalist mit Namen Patrice Lumumba der erste Regierungschef in einem neuen, so genannt unabhängig gewordenen Staat. Zwei Monate sollte er in seinem Amt bleiben, bis er mit tatkräftiger Unterstützung aus den USA und aus Europa ermordet wurde. An seiner statt wollte man lieber eine Marionette, und so wurde Colonel Joseph Mobutu bar jeglicher Erfahrung ins Amt gehoben. Die Geschichte von Patrice Lumumba ist die Geschichte einer der wichtigsten Figuren der schwarzafrikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Raoul Peck, der als Jugendlicher selber im Kongo gelebt, inszenierte ein Lehrstück darüber, wie die so genannt zivilisierte Welt mit Regionen umspringt, die sie in die so genannte Unabhängigkeit entlässt. Diese Geschichtslektion ist auch Gegenwart.
"LUMUMBA beschäftigt sich nicht mit einem veralteten, lokalen Ereignis. Es ist vielmehr die Geschichte einer Tragödie, die nie endet, die widerhallt in allen bekannten Tragödien in Afrika und Europa, von Ruanda bis Jugoslawien. Dieser Film ist weder Heiligenverehrung noch Chronik, er sucht vielmehr eine moderne Annäherung an einen historischen Helden, unter Einbezug der romantischen und politischen, der privaten und der öffentlichen, der individuellen Geschichte und der Geschichte von uns allen." (Raoul Peck)
Termine:
Mittwoch, 25.11.2009, 10.00 Uhr, DE FRANCE
Mittwoch, 4.12.2009, 10.00 Uhr
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