FILME
GAINSBOURG
GAINSBOURG

Frankreich/USA 2010, 121 Minuten

Regie: Joann Sfar. Mit: Éric Elmosnino, Lucy Gordon, Laetitia Casta

französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

empfohlen ab 16 Jahren

Eintrittspreis: 5,– €

Joann Sfars GAINSBOURG ist kein herkömmliches "Biopic", sondern eine Biografie der Möglichkeiten. Obwohl der Comic-Künstler den Chansonnier Serge Gainsbourg immer als Vorbild sah ("Weil ich ihn nicht durch hilflose Versuche, Sänger zu werden, beleidigen wollte, wurde ich Zeichner"), erstarrt er nicht vor dem Mythos, sondern erzählt die Geschichte eines hoch talentierten und eigenwilligen Künstlers mit viel Witz und viel Fantasie.

GAINSBOURG beginnt mit der Kindheit des 1928 als Lucien Ginsburg geborenen Sängers und Komponisten, der sich im besetzten Paris als erster seinen gelben Judenstern abholt. "Ich wurde unter einem guten Stern geboren. Er war gelb", singt Gainsbourg später. Nach dem Krieg versucht er sich zunächst erfolglos als Maler, arbeitet als Barpianist, schließt Freundschaft mit Boris Vian, schreibt Lieder für Juliette Greco und Jacques Brel. Den großen Durchbruch schafft er mit dem Chanson "Poupée de cire, poupée de son", mit dem France Gall 1965 den Eurovisions-Wettbewerb gewinnt. Durch seine Affäre mit Brigitte Bardot und seine Ehe mit Jane Birkin gelangt Gainsbourg in die Schlagzeilen, sein wohl berühmtester Song "Je t'aime . . . moi non plus", geschrieben für Brigitte Bardot, aufgenommen im Duett mit Jane Birkin, erklimmt als erstes französisches Lied Platz eins der britischen Hitparade. 1991 stirbt Gainsbourg, ausgebrannt von einem intensiven, im wahrsten Sinn des Wortes rauschhaften Leben.

Animationssequenzen, der Auftritt von Gainsbourgs Alter Ego "La Gueule" (Die Fresse) mit langer Pappnase, gewagte Zeitsprünge und eine bis in die kleinsten Rollen perfekte Besetzung verbinden sich zu einer opulenten Filmerzählung, die das historische Subjekt Gainsbourg in einen universellen Zusammenhang stellt: "Sfar vermittelt auf begeisternde Weise Aura und Temperament eines Künstlers, der auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn torkelte." (NZZ)

  • Termine:
  • Montag, 22. 11. 2010, 9.00 Uhr
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  • Donnerstag, 2. 12. 2010, 9.00 Uhr
  • → Bestellung
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