AMERICAN PASSAGES
AMERICAN PASSAGES

Österreich 2011, 120 Minuten

Regie: Ruth Beckermann

englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

empfohlen ab 16 Jahren

Eintrittspreis: 5,– €

Ruth Beckermann bereiste zwei Jahre lang die USA und fing ihre Eindrücke mit der Filmkamera ein. Dem so entstandenen Filmessay AMERICAN PASSAGES gelingt es, der Vielgesichtigkeit und Vielstimmigkeit der Vereinigten Staaten Ausdruck zu verleihen, ohne je belehrend zu wirken. Fast beiläufig wechseln Schauplätze und ProtagonistInnen, Autobahnen, Raststätten oder Parkplätze dienen als Schnittstellen für das filmische Reisetagebuch. Die so entstandenen Bilder wurden von Ruth Beckermann und Dieter Pichler zu einem "epischen Panorama Amerikas" (Beckermann) montiert, das unsere eigenen Amerikabilder um einen differenzierten Blick auf dieses Land und den sprichwörtlichen "American Dream" bereichern.

"Die dokumentarische Neugierde des Films gilt der Peripherie, dem Süden und Westen der USA, und einem Alltag, in dem sich Freiheit, Gleichheit und 'pursuit of happiness' nicht plötzlich erfüllen, sondern Gegenstand permanenter Anstrengung sind. AMERICAN PASSAGES ist auch tagespolitisch erhellend: als Vermessung des Geländes, auf dem Tea-Party und Occupy-Bewegung ihre Dynamik gewinnen." (Falter)

"Jeder ist stets damit beschäftigt, ein besserer Mensch zu werden, seine finanzielle Situation zu verbessern usw. Das ist sicher der Puritanismus, der ihnen das vermittelt, aber auch gesellschaftlich beziehen sie sich ganz stark auf das Projekt Amerika und seine Gründungstexte: Die waren selbst noch eine britische Kolonie, als Jefferson bereits 'Freiheit, Gleichheit und the pursuit of happiness' in die Unabhängigkeitserklärung geschrieben hat. Und gleichzeitig gab es Sklaverei. Das finde ich so spannend an Amerika: dass sie immer noch versuchen, ihre Gesellschaft zu verbessern. Dort würden viel mehr Leute zu einem Bildungsvolksbegehren gehen." (Ruth Beckermann)

Ob Beckermann nach dem zweiten Wahlsieg Barack Obamas eine ebensolche euphorische Aufbruchsstimmung vorgefunden hätte? Wohl kaum. Dennoch eignet sich ihr Film hervorragend als Ausgangspunkt für Diskussionen über ein sich veränderndes Amerika.

Ruth Beckermann. Foto: Lukas Beck

Ruth Beckermann ist in Wien geboren, wo sie auch ihre Kindheit verbrachte. Nach dem Studium der Publizistik und Kunstgeschichte und Studienaufenthalten in Tel Aviv und New York promovierte sie 1977 an der Universität Wien zum Dr. phil. Sie arbeitete als Journalistin für verschiedene Zeitschriften in Österreich und der Schweiz. 1978 gründete sie mit zwei Kollegen den Verleih Filmladen, wo sie sieben Jahre tätig war. In dieser Zeit entstanden ihre ersten Filme und Bücher. Seit 1985 arbeitet Ruth Beckermann als freie Autorin und Filmschaffende.

  • Termin:
  • Mittwoch, 12. 12. 2012, 9.00 Uhr
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