WE FEED THE WORLD
WE FEED THE WORLD

Österreich 2005, 96 Minuten

Regie: Erwin Wagenhofer

empfohlen ab 14 Jahren

Verleih: Filmladen Filmverleih

"We fucked up the west some time ago, and now that we are coming to Romania, we will fuck up all the agriculture here." (Karl Otrok, Direktor von Pioneer Romania, dem größten Saatguthersteller der Welt)

Weltweit sterben 1 Milliarde Menschen am Hungertod. Mit den Lebensmitteln, die wir derzeit produzieren, könnten 12 Milliarden Menschen ernährt werden. Die Menge an Brot, die täglich in Wien weggeworfen wird, entspricht dem Tagesbedarf an Brot einer Stadt wie Graz. WE FEED THE WORLD ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Geflügelzüchter und Konzernlenker, Fernfahrer und Nahversorger, über Warenströme und Geldflüsse. Ein Film über den Mangel im Überfluss.

Regisseur Erwin Wagenhofer hat sich auf die Spur unserer Lebensmittel begeben. Sie führt ihn nach Frankreich, Spanien, Rumänien, in die Schweiz, nach Brasilien und zurück nach Österreich. Roter Faden ist ein Interview mit Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Zu Wort kommen aber auch jene die Nahrung produzieren, ob als spanische Tomatenzüchter, bretonische Fischer oder österreichische Hühnerzüchter, und jene, die Nahrung manipulieren oder im Weltmaßstab vertreiben, wie zum Beispiel der Produktionsdirektor des Saatgutherstellers Pioneer oder der Konzernchef von Nestlé.

"Ich bin ein politischer Mensch, mich interessieren Dinge, die jetzt passieren und mit uns zu tun haben. Der Hunger auf der Welt hat mit uns zu tun. Ich bin nicht nach Brasilien gefahren um zu zeigen, wie schrecklich es dort ist, sondern um zu zeigen, dass wir denen den Regenwald aufessen. Wir sind es, wir sind Teil dieses Prozesses. In meinem Film will ich Systeme kritisieren. Wir müssen anders leben, wir müssen anders essen, anders einkaufen, wir müssen andere Filme anschauen. Darum heißt der Film WE FEED THE WORLD, und nicht 'They feed the world' – sie, die Nestlés und die Pioneers und wie sie alle heißen, die sind alle Teil unserer Gesellschaft und das ist die Verantwortung, die wir übernehmen müssen, das liegt in diesem 'wir'. Wir, wie Jean Ziegler sagt, die Zivilgesellschaft. Wir sind alle Konsumenten, wir gehen in Supermärkte, wir müssen essen, wir können bestimmen, das ist eine Macht! Wir wollen keine Paradeiser zu Weihnachten, wir wollen keine Erdbeeren zu Weihnachten, wir wollen nicht, dass Lebensmittel dreitausend Kilometer dahergeschippert werden. Wir wollen nicht, dass unsere Tiere den brasilianischen und südamerikanischen Regenwald auffressen. Nur wir. Ja, wer denn sonst?" (Erwin Wagenhofer)

"Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunder stirbt, wird ermordet." (Jean Ziegler)

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UNTERRICHTSMATERIAL
  • Unterrichtsmaterial des Filmladen Filmverleihs. Autorin: Simonne Baur
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