SUPER SIZE ME
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USA 2004, 100 Minuten

Regie: Morgan Spurlock

englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

empfohlen ab 14 Jahren

Verleih: Luna Filmverleih

"An Thanksgiving 2002 saß ich auf der Couch meiner Mutter und sah mir die Nachrichten an. Sie brachten etwas über die beiden Mädchen, die McDonald's verklagt hatten. Sie machten die Firma dafür verantwortlich, dass sie fett geworden sind. Ein Sprecher von McDonald's dagegen sagte, man könne die Fettleibigkeit der beiden nicht in Verbindung mit dem Essen von McDonald's bringen. Das sei schließlich gesund und nahrhaft. Ich dachte mir: Wenn es so gut ist, dann müsste ich es doch auch jeden Tag essen können, oder? So fing es an."
Der amerikanische Filmemacher und Journalist Morgan Spurlock startet also einen spektakulären Selbstversuch: 30 Tage lang ernährt er sich ausschließlich von Produkten der Firma McDonald's – morgens, mittags und abends. Um die körperlichen Veränderungen genau zu dokumentieren, lässt er sich vor Beginn des Experiments von drei Fachärzten untersuchen. 30 Tage und 90 Fast-Food-Mahlzeiten später sind seine Leberwerte dem eines schweren Alkoholikers ähnlich, er hat 11 Kilo zugenommen, sein Cholesterinwert ist von 168 auf 230 angestiegen, sein Körperfettanteil von 11 auf 18 Prozent. Zudem leidet er unter Depressionen, hat Kopfschmerzen und fühlt sich antriebslos. Aber Morgan Spurlock belässt es in SUPER SIZE ME nicht bei der Kritik am viel gescholtenen Markführer der Fast-Food-Industrie. Während seiner Fast-Food-Diät reist er durch die USA, nimmt Schulkantinen-Essen ins Visier, sucht das Gespräch mit Fast-Food-Fans und Fitness-Trainern, mit Ernährungsexperten und Marketing-Profis der Nahrungsindustrie, mit Politikern und Fast-Food-Lobbyisten. Spurlock verdeutlicht, dass die Vorliebe für preiswertes, jederzeit verfügbares und schnell sättigendes Essen ein gesellschaftliches Phänomen ist, dessen Wurzeln tief im mobilen "American Way of Life" verankert sind. Und er zeigt schonungslos die Folgen dieses Lebensstils: den Horror der Radikal-Diäten; die Geschäftemacherei mit Nahrungszusätzen; den gesundheitlichen Niedergang der "fettesten Nation der Welt".

"Spurlock, der bisher hauptsächlich Werbespots und Musikvideos sowie eine Reality-Show produziert hat, kombiniert die Michael-Moore-Version der Amerikakritik mit der Günther-Wallraff-Methode: Der Erzähler wird zum Objekt seiner Erzählung und seine persönliche Erfahrung zum entscheidenden Beweismittel. (Die Zeit)

"Morgan Spurlock ist ein Zweifler. Rücksichtslos ist er nur ich selbst gegenüber, und der wichtigste Vorzug seines dokumentarischen Fresstagebuchs ist die erstaunliche Tatsache, wie sehr er seinen Teil im Film zurückgenommen hat, zugunsten von Fachleuten, die SUPER SIZE ME eine wissenschaftliche Note geben, und zugunsten seiner Umwelt, deren Vorwürfe ob seiner Selbstgefährdung er beschämt über sich ergehen lassen muss. Hätte Morgan Spurlock nur sich selbst beim Essen beobachtet, es wäre nicht mehr als eine Filmspule voll kulinarischer Propaganda geworden. Erst indem er schweigt und stattdessen andere beobachtet, die ihn beobachten, wird es eben auch ein Film über den Menschen Morgan Spurlock." (Der Schnitt)

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UNTERRICHTSMATERIAL
  • Unterrichtsmaterial des Luna Filmverleihs
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