MITTAGSSTUNDE
MITTAGSSTUNDE

Deutschland 2022, 93 Minuten

Regie: Lars Jessen. Mit: Charly Hübner, Lennard Conrad, Peter Franke, Rainer Bock, Hildgard Schmahl, Gabriela Maria Schmeide, Julika Jenkins

Empfohlen ab 14 Jahren

Verleih: Filmladen Filmverleih

Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Dörte Hansen ist eine große Erzählung über die Menschen im Norden Deutschlands.

Mit knapp 50 fragt sich Ingwer, Dozent an der Uni Kiel, wo eigentlich sein Platz im Leben sein könnte. Da kommt es ihm fast gelegen, dass seine Eltern nicht mehr alleine zurechtkommen. Er nimmt eine Auszeit und kehrt in das Dorf seiner Kindheit zurück. Aber Ingwer kennt Brinkebüll nicht wieder. Keine Schule, kein Lebensmittelgeschäft, keine Störche, und auf den Feldern wächst nur mehr Mais. Wann, so fragt sich Ingwer, hat dieser Niedergang begonnen? Wann verschwand die Mittagsruhe mit all ihren Herrlichkeiten und Heimlichkeiten? Ingwers Vater Sönke hält immer noch die Stellung hinter dem Tresen im Dorfgasthaus, aber Mutter Ella verliert langsam ihren Verstand. Und beide lassen den Sohn spüren, dass er sich schon viel zu lange nicht um sie gekümmert hat. Nur in ganz kleinen Schritten kommen Ingwer, Sönke und Ella einander wieder näher.
"Für mich ist 'Mittagsstunde' in der Genauigkeit der Milieuschilderung und der Zugewandtheit zu den Figuren ein großes Stück deutscher Literatur. Dörte Hansen hat es geschafft, eine Kultur zu definieren, die von den Menschen, die diese Kultur gelebt haben, wahrscheinlich nicht einmal selbst als solche empfunden wird oder besser wurde. Das auch so präzise wie Dörte Hansen auf den Punkt zu bringen, war mir in meiner Arbeit ein großes Anliegen." (Regisseur Lars Jessen)

"Regisseur Lars Jessen webt die Familiengeschichte um den heimgekehrten Sohn eines Dorfkrug-Gastwirts als Flickenteppich aus Erinnerungsstücken: Immer wieder verschwimmen Situationen, Bilder und Begegnungen hin zu Orten und Schlüsselmomenten der norddeutschen Kindheit. Eine bedrückende Kindheit in Rückblenden, die der Film in entsättigten Farben darstellt, unterlegt mit melancholischer Musik, die die Tragik des jungen Ingwers und der mysteriösen weiblichen Figur Marret unterstreicht. Gesprochen wurde damals vielerorts plattdeutsch. Die wortkargen Dialoge gewinnen durch den untertitelten Dialekt an Authentizität. Jessens Anti-Heimatfilm erzählt vom Wandel einer dörflichen Gemeinschaft hin zu einer losen Gesellschaft mit gut ausgebauten Straßen." (Vision Kino)

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