MARGIN CALL – DER GROSSE CRASH
MARGIN CALL – DER GROSSE CRASH

Originaltitel: Margin Call

USA 2011, 109 Minuten

Regie: JC Chandor. Mit: Kevin Spacey, Paul Bettany, Jeremy Irons, Simon Baker, Mary McDonnell, Demi Moore, Stanley Tucci, u. a.

deutsche Fassung und englische OmU

empfohlen ab 16 Jahren

Verleih: Filmladen Filmverleih

Der Thriller vor dem Hintergrund der internationalen Finanzkrise von 2008 spielt in der New Yorker Wall Street – in den Büros einer bedeutenden Investmentbank während jener entscheidenden 24 Stunden, die dem Eingeständnis ihres finanziellen Bankrotts vorangehen. Hier wird dem jungen Analysten Peter Sullivan nach Durchsicht der Akten schlagartig klar, dass die Bewertungen, auf denen das Geschäftsmodell der Firma beruht, fehlerhaft sind, und dass die Aktiva im Hypothekengeschäft nicht jenen Wert besitzen, der in den Büchern ausgewiesen ist. Im Gegenteil: Sie haben das Unternehmen an den Rand des Ruins gebracht. Im Laufe der Nacht verbreitet sich diese Einsicht unter den führenden Mitarbeitern, die zusammenkommen, um die Bank zu retten. Zu ihnen gehören der erfahrene Börsianer Sam Rogers, sein Vorgesetzter Jared Cohen, die Risikoanalystin Sarah Robertson sowie der Firmenchef John Tuld, der mit dem Helikopter eingeflogen wird. Er ist es schließlich, der einen Rettungsplan entwirft: Sobald am Morgen die Börse öffnet, sollen sämtliche "toxischen" Papiere abgestoßen werden. Dies ist ein Schachzug, der nicht nur für die Wall Street verheerende Folgen hat.

"Im September 2008 starb die unabhängige amerikanische Investmentbank, wie wir sie kannten. In meinem Film versuche ich, an den Erfahrungen einer kleinen Gruppe von Menschen Anteil zu nehmen, die sich im Mittelpunkt der Finanzkrise befinden, ohne dass ihnen das überhaupt klar wird. Die Maschine, von der sie ein Teil sind, ist derart groß und komplex geworden, dass niemand die zerstörerische Macht begreifen konnte, die von ihr ausging. Bis es zu spät war." (Regisseur J. C Chandor)

"Was den Film zu einer solch packenden und überzeugenden filmischen Umsetzung bekannter Ereignisse macht, ist die kühle, akkurate Zeichnung der Schnittpunkte zwischen banaler Arbeitsplatz-Politik und den Bewegungsmechanismen internationalen Kapitals." (NY Times)

"Es ist ein unaufhaltsamer Strudel aus Panik, Angst und Gier, aus Skrupel, Kälte und Hybris, der sich nicht aus den Zahlenkolonnen auf den Monitoren erschließt, sondern aus dem Spiel eines großartigen Ensembles." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

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