KAPITALISMUS: EINE LIEBESGESCHICHTE
KAPITALISMUS: EINE LIEBESGESCHICHTE

Originaltitel: Capitalism: A Love Story

USA 2009, 127 Minuten

Regie: Michael Moore

englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

empfohlen ab 14 Jahren

Verleih: Filmladen Filmverleih

"Die einzigartige Qualität von Moores Werken ist gerade ihre Kraft, Debatten zu provozieren. Was das Enfant terrible allen Vorbehalten zum Trotz in den Augen eines Cinephilen ehrt, ist auch, dass er das Kino als Ort der Debatte wählt und ein breites Publikum mit sozialpolitischen Themen anlockt, zum Hinterfragen animiert und – das Schwierigste – trotz verhandelter Tristesse auch noch unterhält." (NZZ)

Michael Moores Film beginnt mit einer – nicht ganz ernst zu nehmenden – Warnung: Menschen mit gesundheitlichen Problemen sollten sich diesen Film nicht anschauen. Dann: Bilder diverser Banküberfälle aus Überwachungskameras, dazu Iggy Pops Version von "Louie Louie". Und: Ein britischer Unterrichtsfilm über das Römische Reich, in den Bilder aus dem zeitgenössischen Amerika montiert sind. Wie kaum ein anderer Dokumentarfilmer arbeitet Michael Moore mit vorgefundenem Material, mit dem er nicht nur seine Thesen untermauert, sondern auch das Publikum bestens unterhält.

Mit KAPITALISMUS: EINE LIEBESGESCHICHTE kehrt Michael Moore zum Grundthema seiner Arbeiten zurück, der Dominanz übermächtiger Unternehmen und politischer Lobbys gegenüber dem Individuum. Gemeinsam mit dem Publikum begibt er sich auf eine Reise in die Abgründe des Raubtierkapitalismus und dessen Folgen – von unterbezahlten Piloten über Profite, die Unternehmen beim vorzeitigen Ableben ihrer Angestellten lukrieren bis zu korrupten Richtern, die von überzogenen Jugendstrafen profitieren.

"KAPITALISMUS: EINE LIEBESGESCHICHTE ist in gewisser Weise die direkte Fortsetzung des vor 20 Jahre erschienenen 'Roger & Me', besser noch: eine Art Kulmination. Oder, um in der Metaphernsprache Moores zu bleiben, der ökonomische Zusammenhänge so virtuos auf das allgemeinverständliche Beziehungsgerede herabzubrechen versteht: Was in 'Roger & Me' als falsche Kameradschaft begann, fand seine Fortsetzung als katastrophisch verlaufende 'Love Story', die weit vom einstigen schwärmerischen Verliebtsein in eine aktuelle Spätphase getreten ist, in der man sich gegenseitig betrügt und eine Seite – gewissermaßen noch immer 'Roger' – mit allen Mitteln versucht, sich das Vermögen der anderen einzuverleiben. Wie jede Beziehung entpuppt sich der Kapitalismus als 'System aus Geben und Nehmen, hauptsächlich Nehmen'." (epd Film)

"Es ist ein ausgezeichnetes Date-Movie. Es beinhaltet alles, was dazu gehört - Begierde, Leidenschaft, Romantik und 14.000 Arbeitsplätze, die jeden Tag gestrichen werden. Es ist eine verbotene Liebe, eine Liebe, deren Namen man nicht auszusprechen wagt. Zum Teufel, raus damit: Kapitalismus." (Michael Moore)

  • KAPTIALISMUS: EINE LIEBESGESCHICHTE
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UNTERRICHTSMATERIAL
  • Unterrichtsmaterial des Filmladen Filmverleihs
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