"Pepe Danquart beweist erneut sein Gespür für das rare Gut des gelungenen Sportfilms und verdichtet die dreiwöchige Tour de France zu einem zweistündigen Gesamtkunstwerk." (Die Zeit)
Vor über hundert Jahren von Henri Desgrange erfunden, um die Auflage der Zeitung "L'Auto" zu steigern, ist die Tour de France mittlerweile zu einem der größten Sportereignisse der Welt avanciert. Im Jahr 2003 feierte "La grande boucle", die "Große Schleife", ihr einhundertjähriges Bestehen, und der deutsche Filmemacher Pepe Danquart dokumentierte dieses Ereignis mit drei Kamerateams. Zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen auf dieses Unternehmen, in denen Danquart sich das Vertrauen der Mitglieder des "Telekom"-Teams erwarb. So gelingt es ihm, mit seinen Kameras immer auf Tuchfühlung mit den sehr menschlichen Helden der Landstraße zu sein.
HÖLLENTOUR ist alles andere denn ein "offizieller" Tour-de-France-Film, sondern eine Film-Erzählung abseits vertrauter Fernseh-Bilder. Der Film vermittelt ein Gefühl "für die Wucht und die Geschwindigkeit der Ereignisse" (Artechock), für den gigantischen Organisationsaufwand, der hinter der Tour steckt, für die Leiden und Schmerzen seiner "Helden".
"Seine Spannung bezieht der Film aus der Rasanz der Außenaufnahmen, der Nervosität in den Begleitfahrzeugen, dem geduldigen Enthusiasmus der Zuschauer und der Ruhe vor und nach dem Rennen im Bus. Dort sieht man die Fahrer mit Wattepfropfen in der Nase, 'Schlachtopfer', wie sie sich selbst nennen, nachdem sie 'mit 50 Sachen in die Gitter eingetaucht sind'. Die vom Sportfernsehen gern verbreitete Parole 'Mittendrin statt nur dabei' ist hier tatsächlich eingelöst. Dem Leiden der Fahrer, nicht ihren Triumphen gilt Danquarts Interesse. Seine Hauptdarsteller heißen nicht wie überall anders Jan Ullrich und Lance Armstrong; dieses Duell sieht man nur aus der Ferne. Danquart hat auf die Zimmergenossen Erik Zabel und Rolf Aldag gesetzt, ein altes Ehepaar das irgendwo zwischen dem verrückten Paar Matthau/Lemmon und Waldorf/Stadler, den alten Grantlern aus der Muppet Show, herumschwadroniert: selbstironisch und doch kokett, wohl wissend, dass das hier ihre Show ist. Ein halbes Jahr hat Danquart an seinem Material geschnitten, bis daraus die große Erzählung wurde. Sie gibt keine letztgültige Antwort auf die Frage, warum die Fahrer sich das alles antun und wieso wir von ihren Leistungen so fasziniert sind. Er zerrt uns einfach hinein in das Drama der Helden." (Die Zeit)
"Pepe Danquarts Ode an die menschliche Leistungs- und Leidensfähigkeit ist eine packende und witzige Dokumentation über die Tour de France 2003 und ihre Fahrer." (Bayrischer Rundfunk)