FILME 2018
KINOS
UN SAC DE BILLES
UN SAC DE BILLES
Ein Sack voll Murmeln

Kanada/Frankreich/Tschechische Republik 2017, 110 Minuten. Regie: Christian Duguay. Mit: Christian Clavier, Kev Adams, Ilian Bergala, Dorian Le Clech, Batyste Fleurial, Elsa Zylberstein, César Domboy, Emile Berling, Jocelyne Desverchère, Bernard Campan

empfohlen ab 12 Jahren

französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

 

Paris, 1941. Weil es in der besetzten Hauptstadt zu gefährlich geworden ist, plant die jüdische Familie Joffo die Flucht nach Südfrankreich, das noch nicht in deutscher Hand ist. Eine gemeinsame Reise wäre zu auffällig, daher schicken die Eltern den zehnjährigen Joseph und seinen älteren Bruder Maurice allein auf den Weg. Ein gefährliches Abenteuer erwartet die Jungen, denn niemand darf erfahren, dass sie Juden sind. Doch dank ihres Mutes und Einfallsreichtums schaffen sie es immer wieder, den Besatzern zu entkommen. Wird es ihnen gelingen, ihre Familie in Freiheit wiederzusehen?

"Joseph Joffos Roman aus dem Jahr 1973 gehört in Frankreich zu den bekanntesten Jugendbüchern über die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Der frankokanadische Regisseur Christian Duguay verschreibt sich voll und ganz der Kinderperspektive, aus der heraus das Leben zwischen Krieg und Vertreibung ein stetes Wechselbad der Gefühle darstellt. Angst und Abenteuerlust, Verlassenheitsgefühle und Bruderliebe, vollkommene Überforderung und erstarkendes Selbstbewusstsein liegen für den zehnjährigen Jungen dicht beieinander. Das spiegelt sich auch in der visuellen Gestaltung des Kameramannes Christophe Graillot, der immer wieder zu befreiten Fahrten durch die weiten Landschaften der Provence ausholt und diese mit der Enge in Waisenheimen und Notunterkünften kontrastiert. Vor allem dank seiner hervorragenden jungen Darsteller findet Duguay immer wieder den richtigen Erzählton für den Pulsschlag des Kindes, das den grausamen Verhältnissen ausgeliefert ist und sich auf Gedeih und Verderb in ihnen zurechtfinden muss." (epd Film)
"Christian Duguay schuf nach dem gleichnamigen Roman von Joseph Joffo einen Film, der den Schrecken des Kriegs nicht ausblendet und doch nicht erdrückend wirkt, weil er mit dem unschuldigen, aber wachen Blick eines Kindes erzählt wird. Gerade die Bezüge zur Gegenwart sind es, die dem Film über den historischen Kontext hinaus eine besondere Aktualität verschaffen." (Vision Kino)
"Momentan hallt meine Geschichte besonders laut wider. Aufgrund von Krieg, Verfolgung und Terrorismus müssen auch heute noch Kinder fliehen. Wie mein Bruder und ich vor 50 Jahren sind sie vollkommen allein auf sich gestellt. Ich hoffe der Film bringt uns alle dazu, über das Schicksal dieser Kinder und der zerrissenen Familien nachzudenken." (Joseph Joffo, Autor der Romanvorlage)

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